Verhaltensökonomik

Wenn wir uns das Rauchen, problematisches Trinken oder andere uns störende Verhaltensweisen
abgewöhnen wollen, brauchen wir nicht nur Motivation und Durchhaltevermögen, sondern
auch viel Selbstkontrolle. Allerdings sind Begriffe wie Selbstkontrolle oder Selbstdisziplin oftmals
negativ besetzt, da wir vielleicht fürchten, dies könnte unsere Lebensfreude und Spontaneität
einschränken.
Andererseit präsentiert die uns umgebende kommerzielle Welt uns fast ständig Versuchungen,
die mit fortschreitender Technologie immer ausgeklügelter und verführerischer werden. Man will
unsere Aufmerksamkeit, unsere Zeit und, dies vor allem, unser Geld, und zwar jetzt sofort!
Dabei geht es natürlich nicht in erster Linie darum, unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und
unsere Ersparnisse zu sichern,- man will uns etwas verkaufen, Geld mit uns verdienen. Um dem
etwas entgegen zu setzen brauchen wir tatsächlich Selbstkontrolle. Wir können sie als Instrument
ansehen, freier und unabhängiger zu werden und uns wieder mehr auf unsere eigenen
Bedürfnisse zu konzentrieren.
Wie können wir unsere Selbstkontrolle stärken, um unabhängiger und freier zu werden?
Die Verhaltensökonomik bietet diesbezüglich einige wertvolle Anregungen und Hinweise.
Zum Beispiel ganz konkret, wie wir Selbstkontrolle trainieren und stärken können.
Oder was wir tun können, um Versuchungssituationen besser zu bestehen. Sie verweist auch
auf den gesellschaftlichen Zusammenhang, denn es ist nicht nur ein individuelles Phänomen,
wenn Selbstkontrolle der immens fortgeschrittenen Kommerzialisierung unserer Umwelt
nicht immer standhält, sondern auch ein gesellschaftliches.